• Kallenberg'sches Areal
  • Drei Ecken hat mein Haus
  • Das Gelände der ehemaligen Blech-, Eisen, Drahtwaren- und Stanzwerkzeuge-Fabrik Kallenberg und Feyerabend wurde Jahrzehnte lang als Parkplatz genutzt und war keineswegs ein Ort zum Verweilen. 2017 wurde von den neuen Eigentümern, der DQuadrat Real Estate und dem Kinderwunschzentrum Ludwigsburg unter der Leitung von Dr. med. Andreas Ott, eine Planungskonkurrenz in enger Abstimmung mit der Stadt Ludwigsburg, ausgeschrieben. Der neue Stadtbaustein sollte neben Büroräumen für die Real Estate und dem Kinderwunschzentrum weitere Praxisräume, ein Boardinghotel und Gewerbeflächen beherbergen.

    Durch die neue Bebauung wird das Gelände mit Blickbezug zum Bahnhof enorm aufgewertet. In unmittelbarer Nähe befinden sich eine S-Bahn- und eine Bushaltestelle. 

    Der Entwurf sieht eine Bebauung vor, die sich mit ihrer Dreiecksform perfekt in das Baufeld einfügt. 

    Die Nutzungen des Ärztehauses mit Kinderwunschzentrum, des HARBR. hotel und Boardinghouse sowie des Büro- und Praxisgebäudes innerhalb der Blockstruktur sind klar als eigenständige Gebäude ablesbar und mit baulichen verglasten Fugen voneinander getrennt.

    Das Ärztehaus an der Leonberger Straße orientiert sich mit seinem großzügigen Haupteingang zum Bahnhof hin und wird damit zu einem wichtigen neuen, von weither sichtbaren, Baustein am Bahnhofsvorplatz. Im Erdgeschoss dieses Gebäudeteils sind eine Apotheke und Gastronomie untergebracht.

    Das HARBR. hotel und Boardinghouse befindet sich am südlichen Teil des Geländes, an der Solitudestraße und ist von der südlichen Stadteinfahrt her sehr gut sichtbar. Hier befindet sich auch die Hotellobby und der Haupteingang mit Vorfahrt. 

    Das dritte Gebäude beherbergt flexible Gewerbeeinheiten, die als Büro bzw. Praxis genutzt werden können.
    Die neue Bebauung auf dem Kallenberg’schen Gelände fügt sich mit ihrer Blockstruktur und den geneigten Dächern gut in die umgebende Bebauung ein. Der Gebäudeblock schließt mit der Bahnhofstraße ab. Ein Absatz zwischen Tunnelwand und Gebäude dient als grüne Fuge und Pflanzbereich für die Begrünung der Wand. 

    Die Gestaltung der Fassaden nimmt durch Material, Gliederung und Detail Bezug zur umgebenden historischen Bebauung. Die zweischaligen Fassaden mit Kerndämmung und tragenden Stahlbetonwänden als innere Schale werden in den Obergeschossen mit Sichtmauerwerk aus Ziegelsteinen verkleidet. 

    Das Gebäude ist in Stahlskelettbauweise gefertigt, die Dachflächen bestehen aus Fertigteilen. Auch die Nasszellen des Hotels sind vorgefertigt, Bauteil B besteht aus flexiblen Bürogrundrissen.

    Eine Realteilung oberhalb des Untergeschosses ist problemlos möglich. Zum Kinderwunschzentrum gehört die Treppe in der östlich gelegenen verglasten Fuge, die neben der Haupttreppe im Eingang einen weiteren Rettungsweg bzw. Zugang ermöglicht. Das HARBR. hotel wird um die verglaste Treppe auf der Westseite ergänzt, die den notwenden 2. Rettungsweg sichert. Das Büro- und Praxisgebäude wird über die südöstliche verglaste Fuge erschlossen. 

     

REICHEL SCHLAIER
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